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Taubblindheit wird endlich als eigenständige Behinderungsform anerkannt

Im heutigen Sozialausschuss vom 5. Oktober 2010 wurde ein Entschließungsantrag der Grünen, eingebracht von der Behindertensprecherin Helene Jarmer, wonach Taubblindheit als eigenständige Art der Behinderung anerkannt werden soll, von SPÖ und ÖVP mittels eines Abänderungsantrags unterstützt.

"Steter Tropfen höhlt den Stein. Dies ist ein großer Erfolg im Sinne einer kleinen Gruppe von Menschen in Österreich, die damit endlich eine Chance auf die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, um am sozialen Leben teilzuhaben", freut sich die Behindertensprecherin der Grünen, Helene Jarmer. Taubblindheit ist nicht einfach ein Zusammentreffen von Blindheit und Gehörlosigkeit. Taubblindheit bedeutet, dass der betroffene Mensch so schlecht hört und sieht, dass sein Tastsinn zum wesentlichen Instrument für Kommunikation und Orientierung wird.

Die wesentlichen Kommunikationsformen für taubblinde Personen sind das Lormen und die taktile Gebärde.

"Auch taubblinden Menschen muss es ermöglicht werden, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, den Schulbesuch und eine Ausbildung mit entsprechenden Hilfsmitteln absolvieren zu können", fordert Jarmer. "Durch die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen ist Österreich verpflichtet, taubblinde Menschen sowie Kinder in der für sie am besten geeigneten Sprache und Formen und Mitteln der Kommunikation zu unterrichten".

Vorbild könnte dabei Dänemark sein, wo Taubblindheit offiziell anerkannt ist und ein Programm existiert, um taubblinde Menschen statistisch erfassen zu können. Qualifizierte Ausbildungsmöglichkeiten für DolmetscherInnen und AssistentInnen stellen eine soziale Integration von taubblinden Menschen sicher. " Ich hoffe, dass jetzt rasch die nötigen Schritte für eine optimale Unterstützung dieser Personengruppe in die Wege geleitet werden",  so Jarmer.                

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
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